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Berger Hirtenspiel neu interpretiert

Berger Hirtenspiel
Foto © Brunner Images

Berger Hirtenspiel neu interpretiert

Nur alle zehn Jahre wird das traditionelle Berger Hirtenspiel aus dem Jahre 1868 aufgeführt. Die Theatergruppe Berg im Drautal probte heuer mit einer Dramaturgie, die die Brücke zur Gegenwart schlägt.

Am 7. Dezember feierten die 17 Laienschauspieler im Mehrzweckhaus mit dem begeisterten Publikum Premiere. Unter der Leitung von Anita Profunser traten neben den Hobby-Bühnenkünstlern Sänger des MGV Harmonie Berg und des Kirchenchors sowie eine Instrumentalgruppe auf. Die knapp 40 Mitwirkenden hatten sich zum Ziel gesetzt, das traditionelle Stück in einem neuen Kontext zu präsentieren.

Der aus dem Jahre 1868 stammende Hirtenspiel-Text und vier überlieferte Lieder blieben originalgetreu erhalten, wurden jedoch mit viel Feingefühl neu interpretiert. Der Text verknüpft die Herodesgeschichte, das eigentliche Weihnachtsspiel mit dem Besuch der Drei Könige und einer Räuberszene, die in dieser Form ziemlich einzigartig ist. Drei Wegelagerer wollen darin die Heilige Familie überfallen, sind aber von der Aura des heiligen Paares derart berührt, dass sie von ihrem Plan augenblicklich ablassen.

Besonderes Bühnenbild

Das Publikum erfreute sich am außergewöhnlichen Bühnenbild, für das der Berger Bildhauer Hans-Peter Profunser verantwortlich zeichnete. Theaterchef Josef Sattlegger zufrieden: „Das Berger Hirtenspiel ist nicht nur Weihnachtsspiel, sondern ein Anlass zur Einstimmung auf die Weihnachtszeit, zum Nachdenken." Theaterchef Josef Sattlegger zufrieden: „Das Berger Hirtenspiel ist nicht nur Weihnachtsspiel, sondern ein Anlass zur Einstimmung auf die Weihnachtszeit, zum Nachdenken."

Der Originaltext zum Hirtenspiel stammt übrigens von Konrad Sattlegger (vlg. Aichholzer) in Berg. Ganze Generationen von Laienschauspielern standen seit 1868 mit dem „Berger Hirtenspiel“ auf der Bühne. Wie oft, darüber gibt die umfangreiche Sammlung zum Berger Hirtenspiel mit Hinweisen auf die Jahre 1938, 1948, 1960, 1980 und ab 1994 im Zehnjahresrhythmus Auskunft. (Hilgartner/Sattlegger)

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