Blog vom Glocknerhof - rote Blumen, Rosen

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Die Düfte der Kräuter

Kräuter, Pflanzen, Gesundheit, Kräuterdorf Irschen, Erlebnisraum Outdoorpark Oberdrautal
Foto © Phino

2014 feiert das Kräuterfestival im nahegelegenen Irschen sein 15-jähriges Jubiläum. Die Leistungsschau zeigt, wie die Symbiose aus Natur und bäuerlicher Lebensweise gelingt.

In kleinen beschaulichen Dörfchen Irschen (nur 10 Kilometer vom Glocknerhof entfernt) leben 50 Lieferanten direkt und 120 Menschen indirekt von Kräutern, erläutert der Initiator des Festivals, Eckart Mandler. Er hat das Kräuterdorf Irschen vor zwei Jahrzehnten kreiert und mit einer Studie der Wiener Universität für Bodenkultur belegt, dass 118 als Heilpflanzen registrierte Kräuter in und um das Dörfchen wachsen. 40 dieser Pflanzen gelten als Heilpflanzen mit hohem Wirkungsgrad, etwa Arnika oder Quendl.

"Mit den Kräutern ist auch die Gemeinschaft gewachsen. Frauen backen mit Kräutern, andere machen Salben, Naturkosmetik oder Seife", beschreibt die Mandler-Oma Brunhilde die Wirkung der Kräuter. Immer mehr stellen sich in den Dienst der Naturkräuter. "Ich habe auf 1150 Metern Seehöhe einen 1000 Quadratmeter großen Kräutergarten", erzählt Rosemarie Kranabetter aus Griebitsch. Warum das funktioniert? „Die Arbeit hat mit Wohlbefinden, mit innerer Harmonie zu tun" sagt Kranabetter.

Handarbeit bekommt da eine neue Dimension. "Jedes Kraut wird zwischen Mittag und 17 Uhr gepflückt. Sonst schläft es und verliert von seiner Wirkung. Auch auf Vollmondphasen und entsprechende Trockenheit wird geachtet", erklärt die Kräuterbäuerin.

Dufttherapie zum Glücklichsein

Zum Beweis öffnet sie Blechdosen, in denen Tausende handgezupfter Blüten lagern. Alle behalten ihren Duft und ihre Farben, die rote Goldmelisse, die blaue Kornblume oder die orange Ringelblume. So ein Besuch im Kräutergarten kommt einer Duft- und Farbtherapie gleich.

Auch Renate Wuggenig liebt Kräuter! Sie führt durch den perfekten Schaugarten nahe der Kirche. Sie kennt jedes Kraut, gegen ihren Humor ist auch kein Kraut gewachsen. Sie verrät, dass alle geernteten Kräuter 24 Stunden lang eingefroren werden, um Ungeziefer fernzuhalten. "Maximal ein Jahr hält dann die Wirkung der Kräuter zum Beispiel im Tee", sagt Frau Wuggenig.

Die angesetzten Schnäpse von Walter Heregger können länger lagern. Der Wanderwirt nimmt seine Gäste mit, da gilt es unterwegs Kräuter zu bestimmen und zu sammeln! Diese Kräuter werden in Schnaps angesetzt. 17 verschiedene Sorten, geschmacklich zwischen süß und bitter liegend, lagern im Schnapskeller.
"A Xundheitsstamperl geht immer" ist der Wirt überzeugt.

17-Kräuter-Weg auf Google

Das ganzheitliche Kräuterbewusstsein wird am ersten Wochenende im Juli beim Irschner Kräuterfest zelebriert. Einer der Inspiratoren und Vorfahren dieser Idee war Glocknerhof-Opa Adolf senior, der schon in den 50er und 60er Jahren mit Rosen, Obstkulturen und Kräutern experimentierte. Sein 17er war legendär. Mit dem 17-Kräuter-Weg haben wir ihm ein Denkmal gesetzt. Der Wanderweg auf der Sonnenterrasse der Kreuzeckgruppe ist bereits auf Google Maps eingetragen, und wird demnächst sicherlich noch weiter ausgebaut.

Quellen: Kleine Zeitung, Irschen, Glocknerhof

Hier die Kräuter-Sommer-Akademie-Broschüre 2014 mit allen Infos.

Mehr Information zu Kultur im Oberdrautal.

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