Blog vom Glocknerhof - rote Blumen, Rosen

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130 Jahre Feldnerhütte in der Kreuzeckgruppe

Feldnerhütte: Ein Ziel zum Wandern mitten in der Kreuzeckgruppe

Die Feldnerhütte: Kleinod mit Aussicht
Schutz vor Wind und Wetter in der Kreuzeckgruppe seit 130 Jahren

Die Feldnerhütte auf 2.182 Metern Seehöhe gilt als wichtigste Schutzhütte in der mächtigen Kreuzeckgruppe. Seit 130 Jahren ist die Alpenvereinsunterkunft unverzichtbar und ohne Alternative für Wanderer, die hier im Wind und Wetter unterwegs sind. Direkt am Glanzsee gelegen, gehört dieses hochalpine Haus zu jenen Schutzhütten, die noch echt erwandert werden müssen, denn Straßen gibt es hierher keine. Mindestens fünf bis sechs Stunden muss man schon zu Fuß rechnen (Abmarsch auch von der Emberger Alm möglich).

Nach einem Brand wurde das Haus 1990 wieder eröffnet. Der damalige Hüttenwirt Berthold Leitner konnte sich in der schlimmen Sommernacht gerade noch aus dem Schlaf retten, als die historische Hütte durch Nagetierverbiss an einer elektrischen Zuleitung bis auf die Grundmauern niederbrannte. Der Abgeschiedenheit des Standplatzes ist auch daraus ersichtlich, dass der Brandalarm erst nach fünfstündigem, nächtlichem Marsch Leitners nach Gnoppnitz (Greifenburg) erfolgen konnte.

"Es war ein großer Schock für uns, doch konnten wir mit Unterstützung aus jeder Richtung die Hütte nach besonderen Umweltkriterien schnell wieder aufbauen", sagt Norbert Jaksch, Hüttenwart der Sektion. Dafür gab es in der Folge sogar den Staatspreis für die Energieforschung und das Umweltgütesiegel des Alpenvereines.

Die Hütte, die von Linde und Engelbert Leitner bewirtschaftete wurde (seit 2008 ist Bruno Langkau Hüttenwirt), entwickelte sich vom Geheimtipp zu einem beliebten Ausflugsziel für Wanderer, die das Urige suchen. "Was wir an der Hütte und an ihrer Umgebung schätzen, ist die Ursprünglichkeit und die Abgeschiedenheit, die diesen Ort einmalig machen. Dafür treten wir auch in Zukunft ein", sagt der Hüttenwart, der mit Kollegen auch noch für 150 Kilometer Wanderwege in der Kreuzeckgruppe zuständig ist.

Die Feldnerhütte eignet sich übrigens hervorragend als Ausgangspunkt mehrerer Gipfel-Besteigungen, z.B. aufs Kreuzeck auf 2.700 m oder auf den höchsten Berg, den Polinik auf 2.784 m, von wo aus man eine wunderbare Sicht bis zum Großglockner genießen kann. Die Zimmer sind sehr sauber, auch die Verpflegung bietet überraschend viel Auswahl.

Almmesse zur Saisoneröffnung 2014

Ende Juni rief die Feldnerhütte wieder zur Almmesse. Die Schäden des harten Winters an Wegen und Brücken waren von den "Spezialisten" der Sektion Steinnelke in vorbildlicher Weise behoben worden, das Wetter war ideal und so folgten viele Bergwanderer diesen Ruf. Dechant Harald Truskaller zelebrierte die Messe, die von einer Abordnung der Trachtenkapelle Greifenburg umrahmt wurde. Für die nötige Stärkung war ebenfalls bestens gesorgt, und so konnten alle einen stimmungs- und eindrucksvollen Tag am Berg genießen.

Seehöhe 2182 m, Kategorie I, Kärnten, Kreuzeckgruppe
Bewirtschaftet bis 20. September 2014
Danach: Winterraum geöffnet

Weitere Wandertipps und Almhüten und Kultur im Oberen Drautal.

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