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Im TV: Das harte Leben der Bergbauern im Oberdrautal

Almwirtschaft im Oberen Drautal, Kärnten

Im TV: Das harte Leben der Bergbauern im Oberdrautal

Das Oberdrautal im deutschen Fernsehen. Brandaktuell. Schonungslos. Hohe Gipfel, Grünland, herrlicher Ausblick. Hier gewinnen die Bauern das Heu für ihr Vieh im Winter, hier weiden de Kühe und Schafe bis hinauf auf 2200 Meter. Diese Almen sind Kulturland. Wenn der Mensch sie sich selbst überließe, würde hier rasch dichtes Gestrüpp und Wald anwachsen. Aber das wollen weder Einheimischen noch Gäste. Und die Viehbauern sorgen mit ihrer Pflege von Wiesen und Weiden dafür, dass diese Almlandschaft erhalten bleibt.

Am vergangenen Sonntag, 17. August, wurde einer dieser Bauern im ZDF vorgestellt: Hermann Mößlacher. Sein Hof in der Gnoppnitz oberhalb von Greifenburg liegt auf 1.050 Metern. Achthundert Meter weiter oben, auf der Wiesflecker Alm, hält Hermann Mößlacher 21 Stück Vieh in Mutterkuhhaltung. Unverzagt mäht er hier das steile Gelände, wo andere Bauern längst aufgegeben haben. Manche von Mößlachers Hängen sind steiler als 45 Grad. Mit dem Traktor ist das nicht zu schaffen, der würde sofort umkippen. Mößlacher benutzt einen motorgetriebenen Handmäher. Das ist harte Arbeit. Der zweirädrige Mäher droht ständig abzurutschen.

Aufgeben kommt für Hermann Mößlacher nicht in Frage: "Ich habe das Land von meinen Vorfahren übernommen, damit ich die Erde gut bewirtschafte und Nahrung gewinne. Und meine Aufgabe ist es, das Land in gutem Zustand an meine Nachkommen weiterzugegeben." Und Sohn Markus will es übernehmen. Dann wäre der Hof in der fünften Generation in der Hand der Mößlachers. Er kann sich gar nichts anderes vorstellen: "Das ist meine Heimat. Hier war ich schon immer. Hier werde ich auch bleiben."

Für die Umwelt und die Menschen ist das gut so. Die Familie Mößlacher verwendet keine Pestizide, Herbizide oder Kunstdünger. Die Wiesen wachsen mehr oder weniger wild: Dutzende verschiedener Gras- und Kräutersorten, sogar wilder Thymian und Salbei. Überall wimmelt es von Grashüpfern, Heuschrecken, Käfern und Schmetterlingen. Und weil nicht gedüngt wird, wurzeln viele der Gräser tief, um an Nährstoffe heranzukommen, halten dadurch die Erde an Ort und Stelle und bremsen die Erosion. Überdüngte Weiden würden weniger tief wurzeln und die Erosion begünstigen. (Das Erste)

Hier geht’s zum Beitrag: http://bit.ly/1n21qmG

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