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Schweizer fängt Prachthuchen im Oberdrautal

Schweizer hält Huchen in den Armen

Seinen ersten Huchenfang hat der Schweizer Sonnenschutztechniker Frank Barts (40) Donnerstag früh im Oberdrautal verbucht. Nach zehnminütigem Drill konnte der begeisterte Sportangler in der Morgendämmerung einen 110 cm großen und 14,50 Kilogramm schweren Huchen aus der Drau ziehen. Barts ist Stammgast im Ferienhotel Glocknerhof in Berg im Drautal. "Beim 6. Mal hat's jetzt endlich geklappt", erzählt der überglückliche Fischer nach dem turbulenten Erfolgserlebnis am Stammtisch. Als erstes wurden Frau und Anglerkollegen per Handy mit einem MMS verständigt.

"Es war Adrenalin pur", erzählt Barts, der aus Kronbühl im Kanton St. Gallen stammt. "Da wird man schon nervös, wenn man so einen schweren Fisch an der Angel hat." Beim 3. Wurf mit seinem Heintz-Blinker war Barts endlich erfolgreich. "Die Drau war heute glasklar, sehr nieder. Wir haben den Huchen schon seit zwei Tagen beobachtet." Dass der Kampf mit dem Raubfisch mehr als 10 Minuten dauerte, argumentiert Barts mit der Intelligenz des Huchen, der zunächst flussabwärts zog und dann wieder stromaufwärts, 40 m Schnur entfernt.

Barts war jedoch gut vorbereitet auf diesen Fang: mit starker Rute und dicker Schnur sowie Kescher. Bei der Landung musste dann doch sein Fischerfreund Sacha Neff aus Mörschwil (35) mithelfen. Zu zweit schleppten Sie den schweren Brocken matt und happy ans Ufer, nachdem der Kescher gebrochen war. "Der Huchen ist etwa sieben Jahre alt, das kann man an den Schuppenringen erkennen, und toll geformt", schildert Barts. "Das spricht für die Qualität des Fischreviers und für die Menge der Beutefische. Wir werden den Superfang als ganzes präparieren und zur Erinnerung an diesen Tag zu Hause aufstellen."

Barts verbringt seine ganze Freizeit mit der Fischerei, neben Kanada und Irland (Lachse und Hechte) liebt er die Topgewässer in Kärnten. Der Glocknerhof verfügt über die beste Huchenstrecke an der Drau, vor Beginn der Schonzeit am 31. Januar sind die größten Süßwasserflussraubfische beißfreudig agressiv. Da das Wasser zu dieser Zeit auf seinem Jahrestiefststand ist, kann man den Fisch als geübter Beobachter im klaren Wasser gut verfolgen. Das Jagdrevier der Huchenpärchen ist in der Regel mehr als einen Kilometer lang, rund 70 Pärchen sind in der oberen Drau zwischen Lienz und Spittal heimisch.

In der Drau finden sich verschiedene Regenbogen- und Bachforellenarten von prächtigen Ausmaßen, Weißfische, Äschen, Schleien und Nasen. Der Huchen ist eine besondere Rarität, weil er nur mehr selten anzutreffen ist, heimisch ist er in den südlichen Donauzuflüssen. Nur an eiskalten Wintertagen, wenn die Drau ihren niedrigsten Wasserstand erreicht, kann man den Fisch beobachten.

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