Blog vom Glocknerhof - rote Blumen, Rosen

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Jubiläum: 90 Jahre Emberger Alm

Von den Anfängen des Skifahrens im Drautal

Urlaub auf der Emberger Alm im Winter mit viel Schnee, Berg im Drautal, Kärnten
Die verschneite Emberger Alm

Die Emberger Alm im oberen Drautal feiert 2014 ihr 90-jähriges Gästejubiläum. Aus dem Jahre 1924 stammen die ersten überlieferten Eintragungen ins Gästebuch der Sattlegger Hütte. Waren es anfänglich vor allem Jäger, Jagdgesellschaften und Sommerfrischler, so kamen in den 30er Jahren bereits Wintersportler auf die Alm. Die Schneesicherheit, auch auf den Südhängen, machte die Emberger Alm schon früh sehr beliebt bei Skifahrern, sodass sie sich zu einem kleinen Almdorf mit Panoramablick auf den Weissensee, den Reißkofel, die Jauken, die Kellerwand und die Julischen Alpen am südlichen Horizont entwickelte.

Mit der ersten Generation urlaubshungriger Gäste kamen Städter aus dem In- und Ausland, meist sogar zweimal im Jahr, zumeist mit der Eisenbahn nach Greifenburg, von wo sie vom ersten Hüttenwirt, dem Landwirt und Leiter der landwirtschaftlichen Genossenschaft Greifenburg, Rudolf Sattlegger, mit Pferd und Wagen abgeholt wurden. Vom Sattleggerhof am Emberg ging es dann in einem dreistündigen Fußmarsch auf die Alm. Das Gepäck wurde von Mulis und Pferden getragen, Straße gab es ja noch keine.

Der winterliche Schiurlaub begann noch kräfteraubender durch die damals noch schlechten Wegverhältnisse und den äußerst beschwerlichen Aufstieg durch den verschneiten, steilen Hohlweg. Der Höhenunterschied betrug immerhin tausend Meter. 1953 baute Hüttenwirt Hansjörg Sattlegger den 1. Schlepplift, ein echter Meilenstein im regionalen Wintertourismus. Der Lift lockte immer mehr Schifahrer auf die Emberger Alm, die sich ihre Pisten selbst präparierten und sich je nach sportlichem Können eigene Schanzen bauten. Das einzige Kommunikationsmittel ins Tal war ein Feldtelefon aus dem Zweiten Weltkrieg.

Der erste moderne Doppelschleppliftlift wurde nach Gründung einer Liftgesellschaft
1968 bis zum „Seelen“ gebaut, die erste mit Autos befahrbare Almstraße folgte 1972. Bald darauf, 1974, wurde der erste Lift bis unter den Nassfeldriegel auf 2.125 m Seehöhe umgestellt, um einem neuen, moderneren Schlepplift Platz zu machen. Erst am 16.12.1988 begannen mit der Elektrifizierung über ein 20 KV Erdkabel vom öffentlichen Netz moderne Zeiten auf der Emberger Alm. In den darauf folgenden Jahren wurden alle Lifte elektrifiziert, die Häuser modernisiert und im Jahre 2000 die Beschneiungsanlage gebaut.

Schnee in Hülle und Fülle

In den frühen Fünfzigerjahren gab es auf der Emberger Alm die strengsten und schneereichsten Winter mit bis 8 Meter gefallenem Schnee. Die Urlauber konnten von den Schiern direkt in den Balkon der Hütte steigen. Zum Untergeschoss mit den Gasträumen und der Küche führte ein tiefer Schneetunnel. Im Winter des Jahres 1950/51 musste der Winterbetrieb wegen zu viel Schnee gesperrt werden, da kein Transport von Nahrungsmitteln und damit keine Versorgung mehr möglich war. Die Gästebetten wurden damals übrigens mit im Backrohr aufgeheizten Ziegeln angewärmt. Der Nachkriegszeit entsprechend war nicht alles so komfortabel und der Tisch auch nicht so reichlich gedeckt wie heute, aber es waren unvergesslich schöne Zeiten ...

Mehr zur Geschichte der Emberger Alm: Geschichte der Emberger Alm

Webcams: Webcam Emberger Alm

 

Weitere nützliche Links:

Winter im Oberen Drautal
Skifahren
Eislaufen
Schneewandern
Snowboarden

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